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Professionalität und der Mangel davon

Ich wurde mal für eine Trauung bestellt, die August (2018) in einer Kirche in Essen stattfinden sollen hätte. Die Organistin dieser Kirche konnte nicht spielen und ich wurde vom Brautpaar direkt bestellt. Sie haben mir aber mitgeteilt, dass sie eine Menge Sonderwünsche hätten und dass die Sängerin bei mir melden wird.

Alle Details und Namen möchte ich nicht erwähnen; das einzige von mir zu sagen ist, dass diese Sängerin hieß Alina und kam aus Aachen. Zwei Wochen vor der Trauung hat sie mir weder PDFs per Mail noch die Noten per Post, sondern Links zu den Stücken, und zwar mit der Bitte, dass ich einige Sachen selber prüfen sollte.

Was soll ich davon prüfen und wie? Muss ich die Noten von den Links selber kaufen, runterladen und ausdrücken? Wie soll ich wissen, was zu ihrer Stimmlage passt? Es hat mich einige Zeit gedauert, bis ich selber Zeit hatte, um die Lieder anzuschauen und andere ausgaben vorschlagen, die ich für das Spielen praktisch bearbeitet fand.

Ich schrieb sie mit den neu von mir gefundenen Links an, hat gefragt was sie meinte, und hörte nichts zurück. Ich habe mich noch mal gemeldet, sowohl per SMS als auch Email… keine Antwort. Zwei Tage vor der Trauung erhielt ich endlich eine Mail vom Bräutigam, mit der er meinte, dass sie meine Bestellung absagen; Grund dafür ist, die Sängerin hat in der Zwischenzeit alles schon erledigt, um ganz ohne Begleiter die Lieder vorzutragen.

Was soll das denn? Klar: es gibt Leute, die kurzfristig aus verschiedenen Gründen absagen. Man kann aber mindestens höflich genug sein um Bescheid zu sagen, wenn sie die Entscheidung wahrscheinlich schon viel früher getroffen haben. Die Ausrede, die mir gesagt wurde, ist dass ich zu lange nach dem Schicken der PDFs gebraucht habe, um mich zurück zu melden. Ich bin ja auch beschäftigter Musiker – einige Tage danach war ich viel unterwegs, und konnte mir die Links nur anschauen, wenn ich endlich Zeit hatte. Wenn ich aber keine Antwort bekomme und mehrmals versuche, jemanden zu erreichen, finde ich es denn, dass die Schuld liegt an sie. Wollte sie tatsächlich mehr Arbeit für sie machen, da sie sich um die Begleitungen selber gekümmert hat? Fine by me; das ist denn ihr Problem. Vielleicht ist es tatsächlich besser, dass ich mit so jemandem nicht zusammen arbeiten mussten.

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