Konzert

Zeitungsartikel: Kölner Stadt-Anzeiger

Viele von den Solokonzerten, die ich gespielt habe, wurden nur in der Zeitung wegen Werbung erwähnt. Manchmal habe ich u.a. Chorkonzerte begleitet, wobei ich ein oder zwei Solostücke gespielt, wovon es kurze Erwähnung gab, aber keine vollständige Veranstaltung… bis jetzt. Ich hatte am Karfreitag 2019 die Gelegenheit, bei der Markuskirche in Köln-Porz die Veranstaltung “Musik und Wort” musikalisch zu gestalten. Ich war von Dez. 2017 bis Juli 2018 in einer anderen Kirche in Porz angestellt, und es war nett, mal ein Solokonzert dort zu spielen. “The Press” war aber dabei, und zum ersten mal gibt es einen Artikel über die Veranstaltung. Einige Hintergrundsinformationen stimmen nicht ganz, aber ist nichts furchtbares.

Link zum Artikel. Der Text ist hier aber kopiert:

Von Claudia Mund:

Eil – Andrew Tessman wählte klug aus, als er die Stücke für das Konzert zum Karfreitag zusammenstellte. Mit dem Choralvorspiel zu „O Lamm Gottes, unschuldig“ von Johannes Sebastian Bach eröffnet er die Veranstaltung „Musik und Wort zur Todesstunde Jesu“ in der Markuskirche – mit Johannes Brahms´ Fuge in as-Moll lässt er sie verklingen. Dazwischen setzt er Kirchenlieder aus vier Jahrhunderten. „Liebe“ und „Kreuz“ heißen die kleinen Liedblöcke, unter denen insgesamt fünf Titel stehen. Nicht alle sind im Gesangsbuch zu finden, einige kennt der Organist aus seiner amerikanischen Heimat. „Alle Lieder sind Fastenzeit-gebunden. Auch ein paar englische Lieder aus den USA sind dabei – zur Abwechslung“, erklärt er vor dem Konzert. Pfarrer Andreas Daniels liest die Texte zu den Liedern, greift sie auf, bezieht sich bei der Begrüßung auf eben jenes Lamm, um das sich der Karfreitag dreht. Der Tag, an dem Jesus seiner Bestimmung zugeführt wird, hat in der Markuskirche seit Jahren einen besonderen Raum. Er wird vielfach von Gemeindemitgliedern, aber auch von sporadischen Kirchgängern genutzt. „Es kommen auch Leute, die ich in meinen 18 Jahren hier zum ersten Mal vor die Augen kriege“, erzählt Kantor Thomas Wegst. „Das zeigt die besondere Qualität der Veranstaltung.“ Der Wechsel von musikalischem Vortrag und erklärendem Wortbeitrag bleibt in seiner Zurückhaltung meditativ, lässt dem Hörer die Möglichkeit zur Besinnung.

Kennengelernt haben sich Wegst und Tessman in der Johanneskirche in Ensen-Westhoven. Dort gastierte Tessman für einige Monate als Organist. Den Amerikaner hatte es nach dem Orgelstudium in den USA nach Bayreuth gezogen, wo er an der Hochschule für Kirchenmusik weiter studierte. So manche Orgel ist ihm seitdem in Deutschland untergekommen. Nun hat er sich in die Tradition der Karfreitagskonzerte eingereiht, sie aktiv mitgestaltet.

„My Song Is Love Unknown“ und „When I Survey the Wondrous Cross“ sind zwei der englischen Titel, die er mitgebracht hat. Pfarrer Daniels trägt sie in der deutschen Übersetzung vor. Auf diesem Exkurs in die Leidensgeschichte Christi kann sich jeder mitgenommen fühlen, die zentralen Motive „Liebe“ und „Kreuz“ kristallisieren sich in ihrer Untrennbarkeit klar heraus. So konnte der Karfreitag eine ideale Vorbereitung auf das Osterfest sein.

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