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Weihnachtskonzert in Halstenbek

Das letzte Konzert für mich im Jahr 2018… ich war sehr glücklich, dass ich überhaupt eine Gelegenheit gefunden habe. So viele Orte um regelmäßig zu konzertieren habe ich nicht mehr, und jetzt dass ich an der Universität Bonn studiere habe ich wenig Zeit. Aber ein Weihnachtsprogramm, das ich jedes Jahr (mit einigen ausgetauschten Stücken) mache, könnte ich noch leisten. Letztes Jahr (2017) hatte ich eine tolle Erfahrung, das Programm dreimal auf den Faröer Inseln in drei tollen Kirchen zu spielen.

 

Diesmal war es durch die Hilfe eines Freunds und damaligen Kollegen, der eine Stelle in Hamburg bekommen habe. Er hatte eine Kirchenmusik-Stelle bei der evangelische-luth. Kirche in Halstenbek bekommen und mich ab und zu gefragt, für ihn zu spielen oder auszuhelfen (bei Chorproben oder Vertretungen bei Trauerfeiern). Es war toll, mit ihm wieder zusammen zu arbeiten. Der Kollege arbeitet aber jetzt bei einer anderen Kirche in Hamburg-Harburg, aber ich habe den Pastor auch gut kennengelernt und zufälligerweise arbeitet ein anderer damalige Kollege in Halstenbek; und die beiden haben zugelassen, dass ich ein Konzert kurz vor Weihnachten gestalten dürfte.

 

Ein nettes, kleines im Jahr 2005 gebautes Instrument von Beckerath. Vielleicht mit voller Orgel ein bisschen zu laut im Raum, aber schon variiert im Registerklang, dass man ziemlich viel damit machen kann. Ein Konzert für mich ohne Bach passiert sehr selten, und die drei Orgelchoräle über Nun komm’ der Heiden Heiland finde ich immer toll… dazu einige kleine Weihnachtschoräle: “Es ist ein Ros’ entsprungen” von Johannes Brahms und “Vom Himmel hoch da komm ich her” von Georg Böhm. Die Nussknacker-Suite ist ein Muß, sowie meine eigene weihnachtliche Kompositionen. Was ich dieses Jahr aber neu entdeckt habe sind die Noëls von Alexandre Guilmant. Ich kenne auch das Werk von ihm über “Tochter Zion”, aber ich habe es schon mal gespielt und fand die Noëls ein bisschen abwechslungsreicher (obwohl eine Freundin meinte, dass sie eine davon echt langweilig fand). Und zum Schluß, das Stück auf das ich immer noch stolz bin: meine Fuge über “We Wish You a Merry Christmas.” Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

 

Konzert

Schräges Spiel

Konzert in der Schlosskirche an der Universität Bonn, 10. November 2018

Eine schöne Erfahrung an diesem Samstag Abend. Auf dem Programm stand einige Werke von Heinrich Schütz, Te Deum von Anton Bruckner, und Kantate 105 von Johann Sebastian Bach (“Herr, gehe nicht ins Gericht”). Für mich war es eine echte Freude, da ich seit schon lange die Tenor-Aria aus der Kantate, “Kann ich nur Jesum mir zum Freunde machen” von einer Aufnahme kannte und sie ist eine meiner Lieblingsarien geworden. Aber bisher habe ich nie gespielt. Es war auch schön, meinen ersten Auftritt (außer Trauungen) in der Schlosskirche zu machen.

Continuo

Die Kantate ging relativ problemlos, trotz ein paar Pfeifen wurden der Orgel ausgezogen, da die zu verstimmt waren (zum Beispiel, kleines c). Aber die anstrengendste Sachen waren tatsächlich Te Deum und das Schütz-Stück für Doppelchor, da beide Werke wurden nicht nur mit Orchester gespielt, sondern musste ich auch von der Hauptorgel (auf die Empore, wo ich das Bild vom Chor genommen habe) spielen.

Bis jetzt hatte ich nur einmal eine ähnliche Konzerterfahrung (Chor vorne unten, ich hinten oben), aber bei dieser Orgel war das Spiegel ziemlich nutzlos, da es so klein ist und ich nur meinen dicken Kopf sehen konnte. Meine Lösung? Ich habe einen Notenständer an der Seite des Orgelbanks gestellt, um seitwärts zu schauen. Damit konnte ich einem Blick halbwegs nach Vorne haben und gleichzeitig spielen, wo ich mindestens den Dirigent aus dem Augenwinkel sehen konnte. Es hat super funktioniert, obwohl hat ein bisschen gedauert, daran zu gewöhnen.